Gestalten für alle
Universal Design: Lösungen für ein barrierefreies Leben

Seit einiger Zeit ist unser Wortschatz um einen Begriff reicher geworden: Universal Design. Bloß ein weiterer Anglizismus im Zuge der Globalisierung? Der Ursprung dieses Begriffes findet sich tatsächlich in den USA wieder. Und die Idee, die sich hinter Universal Design verbirgt, hat auch durchaus globalen Charakter. Doch was genau steckt hinter Universal Design und warum kommt Universal Design besonders auch in Deutschland eine immer höhere Bedeutung zu?

Hinter Universal Design verbirgt sich unter anderem die Aufgabe, Produkte so zu entwickeln und zu gestalten, dass sie von allen Menschen gleichermaßen, d.h. ohne Anpassungen oder spezialisierte Auslegungen benutzt werden können. Somit gibt es im Universal Design keine Zielgruppen mehr – kein alt oder jung, gesund oder krank. Universal Design heißt: Gestalten für alle.

Warum wird Universal Design immer wichtiger? Weil die Anwender von einem Produkt erwarten, dass es praktisch und schön ist. Universal Design heißt, ein Produkt so zu gestalten, dass es optisch ansprechend ist und darüber hinaus eine Funktionalität besitzt, die den Alltag erleichtert. Besonders wichtig beim Universal Design ist, dass dem Produkt von außen nicht anzusehen ist, dass es eine spezielle Funktionalität hat. Das Design muss also so gestaltet sein, [[wysiwyg_imageupload:144:]]dass es aufgrund des Erscheinungsbildes des Produkts nicht möglich ist, auf etwaige Defizite des Anwenders zu schließen. So wird verhindert, dass Menschen ausgegrenzt werden und sich als Außenseiter fühlen. Stattdessen werden durch die unsichtbare Funktionalität die Selbstständigkeit gefördert und das Selbstwertgefühl erhalten oder gesteigert. Für den Anwender entsteht also aus der besonderen Kombination von Funktionalität und Design ein Mehrwert, der für einen barrierefreien Alltag sorgt und somit für mehr Lebensqualität.
Universal Design heißt: Mehr Selbstständigkeit, mehr Selbstwertgefühl – mehr Freude am Leben.

Woran erkennt man Universal Design? Gutes Universal Design kann man mit dem bloßen Auge nicht erkennen. Die Anwendung ist zwar intuitiv und nicht erklärungsbedürftig, doch aufgrund der von außen nicht erkennbaren Funktionalitäten muss auf diese zunächst speziell hingewiesen werden. Klar erkennbar hingegen sind Artikel, die nicht im Sinne des Universal Design gestaltet wurden und daher eindeutig als Spezialprodukte bestimmten Zielgruppen mit bestimmten Defiziten zugeordnet werden können, im Bereich Ge­ schirr beispielsweise Nasenbecher oder Tellerranderhöhungen. Die innovativen Lösungen im Universal Design von Ornamin Pro­ vita sind hier z.B. der Becher Thermosana und der Teller Vital. Von außen sehen die Produkte wie ein herkömmlicher Becher bzw. Teller aus, doch wie die Illustrationen veranschaulichen, verstecken beide Produkte Eigenschaften in ihrem Design, die den Alltag eines jeden Menschen erleichtern können. Doch Universal Design [[wysiwyg_imageupload:145:]]beschränkt sich nicht nur auf Produkte, hinter dem Begriff Universal Design versteckt sich ein ganzheitliches Konzept, dessen Basis die Vernetzung von wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, politischem und sozialem Denken und Handeln bildet.
Vernetztes Denken und Handeln: Expertenkonferenz in Weimar In Deutschland besonders bemüht, das Thema Universal Design in die Öffentlichkeit zu tragen, ist die Universal Design Gesellschaft. So veranstaltete sie beispielsweise im November 2009 eine Konferenz, bei der sich Experten aus verschiedensten Bereichen (z. B. Architekten, Journalisten, Hersteller, Dienstleister, Verbände etc.) über die ganzheitliche Betrachtung von Universal Design austauschten. „In Zeiten der Globalisierung und einer alternden Gesellschaft bedarf es vielmehr eines gemeinsamen Verständnisses in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft“, so Thomas Bade, Geschäftsführer des Vereins Universal Design und Mitveranstalter der Expertenkonferenz in Weimar. Wolfgang Sattler, Professor für Produktdesign an der Bauhausuniversität Weimar, ergänzte: „Universal Design ist die Gestaltungsherausforderung der nächsten Jahrzehnte! Deutschland hat eine lange Tradition bei der Entwicklung und Evaluation demografietauglicher Produkte, Architekturen und Dienstleistungen. Diese Potentiale in zukunftsfähige, wirtschaftlich sinnvolle und ergebnisorientierte Strategien umzusetzen, ist bisher nicht ausreichend gelungen.“

Ornamin erhält Unternehmensauszeichung für Universal Design
Im November 2009 wurde Ornamin mit dem Universal Design Company Award ausgezeichnet. Der Preis wurde erstmalig vergeben, den Rahmen bildete die Universal Design Expertenkonferenz in Weimar. Ornamin erhielt die Auszeichnung für seine innovativen und funktionalen Kunststoffprodukte und die vom Unternehmen gesetzten Impulse im Bereich des Universal Design – besonders die Einbindung der Nutzer in den Designentwicklungsprozess, wie beispielsweise im Fall des mehrfach ausgezeichneten Teller Vital, beeindruckte die Juroren. Ebenso ausschlaggebend für die Entscheidung der Mitglieder des Universal Design e. V. war das Engagement von Ornamin[[wysiwyg_imageupload:146:]] im Bereich Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Beispielsweise engagieren sich Mitarbeiter von Ornamin bei der Hausaufgabenbetreuung in Schulen, übernehmen Patenschaften für Kinder in Entwicklungsländern und gründeten den Verein „100% für Afrika“. „Wir wollen mit dieser Preisverleihung deutlich machen, dass gerade kleinere und mittelständische Unternehmen mit neuen Konzepten und Produkten die Marktchancen des demografischen Wandels in wirtschaftliche Erfolge umsetzen können“, so Bade.

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