Qualität in der Pflege

Gute Abläufe = gute Pflege

Im Mittelpunkt jeder qualitätsorientierten Pflege steht die Sicherheit der älteren Menschen in Seniorenheimen. Doch wie können Pflegeeinrichtungen dies sicherstellen? Ein gutes Management der Abläufe und frühzeitige Risikovermeidung zählen zu den Schlüsselfaktoren.

Etwa 785.000 Menschen leben in Pflegeheimen, weitere 1,85 Millionen Pflegebedürftige erhalten ambulante Pflegeleistungen und werden zu Hause versorgt. Die gute Nachricht: Die Qualität der stationären und ambulanten Pflege in Deutschland hat sich verbessert. Das geht aus dem vierten Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes hervor. Doch was können Einrichtungen unternehmen, um die Qualität ihrer Pflege zu steigern?

Risiken minimieren, Abläufe optimieren

Sowohl das klinische Prozess- als auch das Risikomanagement sind aussagekräftige Gradmesser, wenn es darum geht, die Qualität der Versorgung und die Patientensicherheit einer Einrichtung zu beurteilen. In Seniorenheimen bergen insbesondere Stürze, Dekubitalgeschwüre sowie Fehl- und Mangelernährungszustände und die Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen ein hohes Risikopotential. Werden pflegerische Kernabläufe nicht entsprechend gesteuert, kann dies zu rechtlichen Schwierigkeiten führen und kostenaufwendige Folgen nach sich ziehen.

Diese sogenannte Prozessoptimierung ist aus dem Qualitätsmanagement (QM) abgeleitet – speziell für das Gesundheitswesen „übersetzt“ die DIN-Norm 15224 die Anforderungen des Qualitätsmanagements – vor allem hinsichtlich der Patientensicherheit und dem Management entsprechender Risiken. Dies sind auch Punkte, die bei der jährlichen Überprüfung durch den Medizinischen Dienst (MDK) eine Rolle spielen. Fehler werden hier schnell sichtbar.

Pflege Plus als Vorbereitung für MDK-Prüfung[[wysiwyg_imageupload:760:]]

Um auf die MDK-Prüfung optimal vorbereitet zu sein, bietet die DQS das Pflege-Plus-Modell an. Eine Begutachtung nach Pflege Plus berücksichtigt den Grad der Umsetzung wesentlicher gesetzlicher Bestimmungen, die schwerpunktmäßig in der täglichen Arbeit einer Pflegeeinrichtung relevant sind – inklusive der aktuellen MDK-Forderungen. Vier Module stehen zur Auswahl:

Modul 1: Strukturqualität. Hier wird in Form von Stichproben überprüft, inwieweit die Einrichtung die wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen einhält und ob Fortbildungen und Schulungen für Ihre Mitarbeiter angeboten werden.

Modul 2: Prozessqualität. Hier werden pflegerelevante formellen Forderungen überprüft, wie das Pflegekonzept, Pflegevisiten oder die Pflegeplanung.

Modul 3: Ergebnisqualität. Das dritte Modul umfasst die Inaugenscheinnahme von Bewohnern und Patienten gemäß den Forderungen des MDK.

Modul 4: Transparenzbericht. Begutachtung der in 82 (PTVS) und 49 (PTVA) vereinbarten Kriterien und die Ausfertigung eines Transparenzberichts.

Die Auditergebnisse werden im Anschluss ausgewertet und in einem gemeinsamen Gespräch besprochen. Sind Maßnahmen zur Verbesserung nötig, stimmen die Auditoren mit der Heimleitung einen Umsetzungsplan ab. Dieser wird schriftlich ausgearbeitet und vor Ort übergeben. Um die Verbesserungen besser nachverfolgen zu können und Veränderungsbedarfe zu erkennen, gibt es die Möglichkeit, einen Auditbericht zu erhalten. Auf Wunsch gibt es sogar eine Urkunde über die Begutachtung.

Kontakt:

Sabrina Knoll

Business Development Managerin Life Science

Klinische Risikomanagerin nach ONR 49000

DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung

von Managementsystemen

sabrina.knoll@dqs.de

Kurzinfo

DQS GmbH

http://www.dqs.de

Als Deutschlands erste und weltweit dritte Managementsystem -Zertifizierungsstelle wurde die DQS GmbH 1985 durch die DGQ und das DIN als „Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen mbH“ gegründet

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