Das Statistische Bundesamt hat jüngst eine Bevölkerungsvorausberechnung herausgebracht, nach der bis zum Jahr 2060 die Zahl der Menschen die in einem erwerbsfähigen Alter sind, soweit zurückgeht, dass es kaum möglich sein wird, dies mit dem heute schon knappen Berufsnachwuchs aufzufangen. Angesichts dieser Tatsache wird es zu einer immer wichtiger werdenden Führungsaufgabe in deutschen Unternehmen, seine Arbeitnehmer bis zum Rentenalter im Job zu halten. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) prognostiziert deshalb, vor allem in den Bereichen der Pflegebranche, dass viele Betriebe in Zukunft auf seine älteren Beschäftigten angewiesen sein werden, um überhaupt wettbewerbsfähig bleiben zu können. Laut Kathrin Kromark, Demografieexpertin der BGW, „werden die Belegschaften in den Unternehmen immer älter und brauchen Arbeitsbedingungen, die den Bedürfnissen aller Altersgruppen gerecht werden“.

Ältere Beschäftigte bringen aber auch Vorteile mit

Vielerorts halten sich die Vorurteile, dass ältere Mitarbeiter mehr Kosten verursachen würden, weil sie häufiger und länger krank wären als ihre jüngeren Kollegen. Aber auch wären sie weniger belastbar und flexibel. Das mag auf einige ja auch zutreffen, doch sollte nicht außer Acht bleiben, dass gerade Ältere über wesentlich mehr Berufserfahrung verfügen und viel mehr Routine und Gelassenheit haben. Auch ein großer Vorteil für jeden Betrieb, ist der [[wysiwyg_imageupload:259:]]hohe Aus- und Weiterbildungsstand. „Vor allem Mitarbeiter, die einem Betrieb schon seit langer Zeit angehören, haben meist eine hohe Loyalität dem Unternehmen gegenüber.“ so Kromark. Wer bei seinen älteren und jüngeren Mitarbeitern die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit gezielt fördert, kann gerade diese Stärken für sein Unternehmen nutzen. Zunächst sollte jedes Unternehmen einmal herausfinden, in welchen Bereichen es durch einen hohen Altersdurchschnitt zu Personalengpässen kommen könnte. Hierbei kann eine Altersstrukturanalyse sehr hilfreich sein. Danach sollte eine Mitarbeiterbefragung dazu genutzt werden, herauszukristallisieren, wo besondere Belastungen bestehen. Nach dem Motto: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“, können diese Belastungen nun durch Aufgabenfelderumverteilungen, Arbeitsplatzumgestaltungen, Arbeitszeitflexibilisierungen, Weiterbildungsintensivierungen oder eine systematische Gesundheitsförderung reduziert werden. Unter www.bgw-online.de, Suchstichwort: Demografischer Wandel bietet die BGW den bei ihr versicherten Betrieben Informationen dazu an.

Das Fazit: Durch eigenes Engagement, eine kluge Personalpolitik und betriebliche Unterstützung, können Arbeitnehmer bis zum Rentenalter leistungsfähig bleiben. Kathrin Kromark meint dazu: „Davon profitieren alle Beteiligten. Das Unternehmen hat kompetente ältere Beschäftigte und spart sich die mühevolle Suche nach neuem Personal. Die Beschäftigten bleiben im Arbeitsleben, fühlen sich noch gebraucht, sind motiviert und tragen so zum Erfolg des Unternehmens bei.“ Foto: N-Media-Images – Fotolia

Kurzinfo

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

+49 40 20207-2714

http://www.bgw-online.de

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege.

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